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Methode

nextexpertizer

Das Forschungsverfahren, das sichtbar macht, was Menschen in Organisationen, Märkten und Gesellschaft im Innersten bewegt.

nextexpertizer folgt aus drei Grundsätzen unserer Wirkungslogik, den Prinzipien und Arbeitsweisen, nach denen wir arbeiten:

Tief wie ein Interview. Vergleichbar wie ein Fragebogen.

Wer wissen will, wie Menschen etwas sehen, muss sich meist entscheiden. Fragebögen sind zwar vergleichbar, bleiben jedoch meist oberflächlich. Interviews gehen in die Tiefe, lassen sich jedoch schwer vergleichen. Der nextexpertizer verbindet beides.

Grenze · Fragebogen

Forschende müssen alle relevanten Themen im Vorfeld kennen.

Gefragt wird nur, was die Forschenden vorab für relevant halten. Schon die Antwortvorgaben verändern, was Menschen angeben.3

nextexpertizer

Relevante Themen.

Die Befragten bestimmen im Rahmen der Fragestellung selbst, worüber sie reden wollen. Freie Antworten eröffnen Einblicke in das, was Menschen wirklich beschäftigt.4 So kommen auch Themen zur Sprache, die im Vorhinein niemand erwartet hat.

Grenze · Fragebogen

Fragebögen bleiben an der Oberfläche.

Ein Kreuz auf der Skala zeigt, wie jemand bewertet, aber nicht, warum die Person so bewertet hat. Es sind jedoch die tieferliegenden Handlungstreiber (z. B. Werte oder Überzeugungen), die für Verhalten maßgeblich sind.

nextexpertizer

Ursache statt Symptom.

Die Befragten legen im Interview ihre Bewertungsdimensionen offen und wenden sie anschließend auf relevante Konzepte (z. B. Organisationsmodelle, Marken oder strategische Initiativen) an. Dadurch werden sowohl das eigentliche Verhalten (Anwendung) als auch die Verhaltenstreiber (Bewertungsdimensionen) erfasst.

Grenze · Fragebogen

Gleiche Worte, andere Bedeutung.

Dieselbe Frage wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich interpretiert. Das Antwortverhalten der Befragten wird jedoch maßgeblich davon beeinflusst, wie sie eine Frage interpretieren. Demnach lassen sich Antworten von verschiedenen Befragten nur eingeschränkt vergleichen.5 6

nextexpertizer

In eigenen Worten.

Jede Bewertungsdimension wird von den Befragten in eigenen Worten benannt. Dadurch wissen die Befragten stets, was damit gemeint ist. Unser Forschungsteam extrahiert diese Bedeutung während der Analysephase aus der Verwendung der Bewertungsdimensionen.

Grenze · Interview

Tiefeninterviews lassen sich schwer vergleichen.

Ein offenes Interview entwickelt sich dorthin, wohin das Gespräch führt. Das bringt Tiefe, doch jedes Gespräch verläuft anders. Das Gesamtbild zusammenzuführen wird mit zunehmender Anzahl an Interviews schwieriger. KI hilft hier nur bedingt, da sie den organisationalen Kontext nicht versteht.

nextexpertizer

Vergleichbar über alle Befragten.

Alle Befragten wenden ihre Bewertungsdimensionen auf dieselben Konzepte an. Deshalb lassen sich alle nextexpertizer-Interviews mathematisch zu einem Gesamtbild zusammenführen.

Warum wir vor jedem Transformationsprozess eine tiefgehende Diagnose durchführen, steht in unserer Wirkungslogik.

Dasselbe Thema,
verschiedene Blickwinkel.

Menschen bewerten dasselbe Unternehmen, dieselbe Marke oder dieselbe Reform aus ihrer eigenen Perspektive. Diese bestimmt, welchen Nutzen sie von einer Veränderung erwarten, ob sie den Weg für angemessen halten und wie sehr sie den Verantwortlichen vertrauen.1

Damit hat die Perspektive erheblichen Einfluss darauf, wie Maßnahmen bewertet werden und wie die Menschen auf diese reagieren. Gerade bei komplexen Veränderungen gehen die Blickwinkel zum Teil deutlich auseinander. Dieselbe Veränderung kann für die einen Fortschritt bedeuten und für die anderen als ein Rückschritt wahrgenommen werden.2

Diese unterschiedlichen Perspektiven werden schnell als Widerstand gelesen. Darüber hinaus können Reaktionen augenscheinlich widersprüchlich wirken, da die einen feiern, während andere rebellieren. Wer Transformationen erfolgreich gestalten will, muss deshalb die verschiedenen Perspektiven kennen und proaktiv im Prozess berücksichtigen.

Warum Menschen unterschiedliche Wege gehen

Frank Schomburg über Trampelpfade im Park und was sie über Veränderung verraten.

So arbeiten wir mit dem nextexpertizer.

Vorbereitung.

Gemeinsam mit Ihnen definieren wir die Zielsetzung der Analyse. Anschließend legen wir das Elementeset fest. Das Elementeset umfasst üblicherweise 50 bis 70 Elemente, die Ihre Fragestellung abstecken.

Elemente sind die Konzepte, Personen, Situationen, Ereignisse oder Dinge, auf die Menschen ihre persönlichen Bewertungsdimensionen anwenden, beispielsweise „unser Unternehmen heute“, „unsere Marke in der Zukunft“ oder „ideale Führung“. In der Regel prüfen wir das Elementeset in Testinterviews.

Erhebung.

In Einzelinterviews von etwa 60 bis 90 Minuten, vor Ort oder online, vergleicht die befragte Person jeweils zwei Elemente und beschreibt in eigenen Worten, worin sie sich unterscheiden. Daraus entsteht eine Bewertungsdimension mit zwei Polen. Anschließend ordnet sie jedes übrige Element einem der beiden Pole zu. Das wiederholt sich, bis alle relevanten Dimensionen erhoben sind.

Geschulte Interviewer*innen führen durch das Gespräch. Sie achten auf aussagekräftige Dimensionen, halten das Tempo und helfen weiter, wenn es hakt.

Ablauf eines InterviewsBeispielbegriffe

1Vergleichen

Meine direkte Führungskraft
Führungskultur im Unternehmen

eher ähnlich oder eher verschieden?

2Benennen

viel Spielraum lassen
klare Ansagen machen

Bewertungsdimension, in eigenen Worten formuliert

3Bewerten

passt eher zu …

viel Spielraum lassen
ideale Führung
Führung in Zukunft
mein Team heute
klare Ansagen machen
Geschäfts­führung
Führung vor 5 Jahren

… und alle weiteren Elemente

Wiederholen, bis alle Dimensionen benannt sind, die die befragte Person für relevant hält

Clusterung.

Aus jedem Interview entsteht eine Matrix aus Bewertungen, Dimensionen und Elementen. Alle Interviews werden zu einem gemeinsamen Datensatz zusammengeführt. Während des Auswertungsprozesses werden zunächst ähnliche Bewertungsdimensionen zu Themen gebündelt. Jedes Thema lässt sich dabei bis zu den Originalaussagen zurückverfolgen. Aus der Gesamtheit der Themen bildet sich die Themenlandkarte. Diese dient als Grundlage für alle weiteren projektspezifischen Analyseschritte.

Vom Einzelinterview zur Landkarte

1Einzelinterviews

je Person eine Matrix

2Datensatz

alle Interviews werden zu einem Datensatz zusammengeführt

3Themen

ähnlich verwendete Dimensionen werden zu Themen gebündelt

4Landkarte

Themen und ihre Lage zueinander werden visualisiert

Jedes Thema lässt sich bis zu den Originalaussagen zurückverfolgen

Auswertung.

Der zusammengeführte Datensatz und die Themenlandkarte bilden die Grundlage für die vertiefende Analyse. Was diese Analyse umfasst, hängt von der Zielsetzung des Projekts ab. Einige Beispiele für typische Auswertungen:

  • Gruppenbildung: Gibt es verschiedene Gruppen? Aus unterschiedlichen Bewertungsmustern werden Gruppen oder Segmente abgeleitet. Innerhalb einer Gruppe ist die Perspektive ähnlich, zwischen den Gruppen unterscheidet sie sich.
  • Rangfolgen: Was liegt dem Idealbild am nächsten? Elemente wie Marken, Zukunftsbilder oder Führungsstile lassen sich danach ordnen, wie nah sie aus Perspektive der Befragten am Ideal liegen.
  • Sensitivitätsanalyse: Was sind relevante Einflussfaktoren? Im Ergebnismodell lässt sich simulieren, welchen Effekt verschiedene Maßnahmen haben würden.

Weitere Auswertungen sind möglich. Beispiele aus einer unserer Studien zeigt der nächste Abschnitt.

Auswertungsbeispiele

Gruppenbildung

Wer hat eine ähnliche Perspektive?

Gruppen aus den Bewertungsmustern identifizieren

Rangfolgen

Was liegt dem Idealbild am nächsten?

Elemente nach ihrer Nähe zum Idealbild analysieren

Sensitivitätsanalyse

Was hat einen Effekt auf die Bewertung?

Simulieren, wie sich Veränderungen auswirken könnten

60–90 Minuten

Einzelinterview pro Person

5–8

formulierte Bewertungsdimensionen

ca. 500

Bewertungen

Wie ein Analyseergebnis aussieht.

Die Auswertung hängt von der Zielsetzung der Analyse ab und ist daher individuell auf das Projekt zugeschnitten. Damit Sie dennoch einen Eindruck von den Möglichkeiten bekommen können, folgen einige Beispiele aus unserer Studie „Unternehmensführung und Wandel“.

Wo stehen wir, und wo wollen wir hin?

Die Analyse zeigt, welche Themen die Befragten mit ihrem Idealbild verbinden und welche sie ablehnen. Sie zeigt auch, wie sich Unternehmen in Deutschland über die Zeit entwickelt haben.

So sehen die Befragten die Entwicklung von Unternehmen in Deutschland: von den 1950er-Jahren bis heute und in Zukunft. Bis in die 2000er-Jahre liegt die Führungspraxis bei Eigeninteresse und Profitmaximierung. Heute werden die Unternehmen eher als stagnierend bewertet. Für die Zukunft erwarten die Befragten eine Verbesserung.

Welche Gruppen gibt es?

Gruppen werden induktiv aus den Bewertungsmustern generiert. Sie sehen, welche Sichtweisen es gibt, wie verbreitet sie unter den Befragten sind und worin sie sich unterscheiden.

Drei Gruppen mit unterschiedlichen Erfolgskonzepten für erfolgreiche Unternehmen: Sinnstiftung, Involvierung und Dynamik. Die Gruppen haben zwar ein ähnliches Ziel, verfolgen jedoch unterschiedliche Wege, um dieses zu erreichen.

Wo liegen Spannungsfelder?

Wo Elemente sehr unterschiedlich bewertet werden, entstehen Spannungsfelder. Wie weit Sichtweisen auseinanderliegen, ist selbst ein Ergebnis.7 Sichtbar wird auch, wenn Menschen dieselben Begriffe verwenden, aber damit Verschiedenes meinen.

Zwei Entwicklungsrichtungen prägen das Bild der Befragten: Effizienz gegen Kooperation. An den Rändern der Modelle entstehen Spannungsfelder, welche von verschiedenen Befragten unterschiedlich bewertet werden. Beispielsweise sehen einige die Eigenverantwortung im Kooperationsmodell als Empowerment, während andere sie als Kontrollverlust bewerten.

Wie wirken sich Veränderungen aus?

In der Sensitivitätsanalyse lässt sich simulieren, wie sich das Gesamtbild verändert, wenn sich einzelne Themen ändern. So können wirksame Hebel identifiziert werden, bevor Maßnahmen entwickelt werden.

Wie sich die Wahrnehmung anderer Themen verschiebt, wenn „mutig auch mal unkonventionelle Wege gehen“ positiver wahrgenommen wird: Die Bewertung verbessert sich in fast allen Dimensionen. Nur die Zielstrebigkeit lässt leicht nach.

Wissenschaftlich fundiert.
Drei Jahrzehnte lang erprobt.

Der nextexpertizer baut auf der Theorie der persönlichen Konstrukte von George A. Kelly auf8 und entwickelt das daraus entstandene Repertory-Grid-Interview konsequent weiter. nextpractice setzt den nextexpertizer seit über 30 Jahren in Organisationen, Märkten und gesellschaftlichen Studien ein. Unser Ziel ist es, in jedem Projekt Ergebnisse von höchster Qualität zu liefern. Dafür sorgen sechs Qualitätsmerkmale:

Geschulte Interviewer*innen.

Alle Interviews führen eigens geschulte Interviewer*innen. Die Interviews werden ihnen zufällig zugeteilt, und jede Studie wird statistisch auf Interviewereffekte geprüft.

Auswertung durch erfahrenes Senior-Team.

An jeder Auswertung arbeiten mindestens zwei Senior-Analyst*innen zusammen. Dadurch werden die Ergebnisse in jedem Schritt doppelt geprüft.

Nachvollziehbar bis zur Originalaussage.

Jedes Einzelergebnis lässt sich auf die Originaldaten zurückführen, aber niemals auf einzelne Personen: von der Clusterung der Themen über die Position in den Rangfolgen bis hin zur Gruppenzugehörigkeit.

Daten in Deutschland, pseudonymisiert ausgewertet.

Die Daten liegen auf Servern in Deutschland und werden DSGVO-konform gespeichert. Die Analyst*innen sehen jedes Interview nur pseudonymisiert unter einer ID.

Kritisch reflektiert und fortlaufend weiterentwickelt.

Wir prüfen den nextexpertizer fortlaufend kritisch am aktuellen Stand der allgemeinen Methodenforschung und anhand unseres internen Methodenreviews. Dadurch entwickeln wir den nextexpertizer kontinuierlich weiter.

Methodik offen dokumentiert.

Wie Daten mit dem nextexpertizer erhoben und ausgewertet werden, beschreibt unsere Methodenerklärung auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen. Wir senden sie Ihnen gern zu.

Methodische Vertiefung

Wie der nextexpertizer Verzerrungseffekte verringert.

Jede Forschungsmethode erzeugt durch ihre Anwendung Verzerrungen in den Daten. Man spricht von Methodeneffekten. Stammen alle Angaben von derselben Person und aus derselben Methode, können sie auch die Zusammenhänge zwischen den Antworten verzerren.

In der Wissenschaft spricht man vom Common-Method-Bias. Über viele Studien hinweg geht im Mittel rund ein Viertel der Streuung in Fragebogendaten allein auf die Methode zurück. Wie groß der Effekt tatsächlich ist, wird allerdings diskutiert.9

Die Quellen solcher Effekte sind gut bekannt.10 Der nextexpertizer verringert mehrere davon durch seinen Aufbau, andere nicht. Wir zeigen beides.

deutlich verringertteilweise verringertnicht verringert

Bei der befragten Person
QuelleKurz erklärtIm nextexpertizerEinschätzung
ZustimmungstendenzJede*r Befragte hat eine Tendenz, Aussagen eher zuzustimmen oder sie abzulehnen, unabhängig davon, was die konkrete Aussage ist.Es gibt keine Zustimmungsfragen. Jede Antwort ist eine Entscheidung zwischen zwei inhaltlichen Polen. Antwortformate mit inhaltlichen Optionen lieferten in einem Methodenvergleich verlässlichere Daten als Zustimmungsskalen.11verringert
Konsistenz mit früheren AntwortenBefragte wollen konsistent wirken und passen spätere Antworten an frühere an.Frühere Zuordnungen sind nicht sichtbar. Des Weiteren geben die Befragten pro Interview im Durchschnitt 500 Bewertungen ab. Bei diesem Volumen ist es schwer, durchgehend strategisch zu antworten.verringert
Gesamteindruck (Halo)Ein guter oder schlechter Gesamteindruck von einem Thema beeinflusst alle Einzelurteile darüber.Die Themen werden von den Befragten selbst durch ihre Dimensionen bestimmt. Dennoch kann ein Gesamteindruck durch die Elemente (z. B. Führung oder Arbeitsklima) entstehen, welcher die Antworttendenz der Befragten zu einem der beiden Pole zieht.teilweise
Soziale ErwünschtheitBefragte antworten so, wie es ihrer Meinung nach sozial erwünscht ist, statt so, wie sie es tatsächlich sehen. Dies ist besonders der Fall, wenn die Befragten glauben, dass eine sozial unerwünschte Antwort negative Folgen für sie hat.Statt direkter Bewertungsfragen gibt es viele einzelne Zuordnungen, deren Gesamtergebnis schwer zu steuern ist.12 13 Die Anwesenheit von Interviewer*innen bleibt ein bekannter Risikofaktor.14 Für die Qualitätssicherung halten wir sie jedoch für notwendig. Zur Verzerrungsreduktion sind die Interviewer*innen darauf geschult, eine vertrauenswürdige, angstfreie Atmosphäre herzustellen.teilweise
Momentane StimmungWer zum Zeitpunkt der Befragung besonders positiv oder negativ gestimmt ist, verschiebt alle Antworten in eine Richtung.Es gibt keine Skala, auf der jemand großzügiger oder strenger urteilen könnte. Die Stimmung kann aber die Bereitschaft zur Mitwirkung im Interview, die Art der genannten Bewertungsdimensionen und die Bewertung der Elemente selbst beeinflussen. Unsere Interviewer*innen sind deshalb geschult, diesen Effekt zu verringern.teilweise
Annahmen darüber, was zusammengehörtBefragte antworten nach ihrer eigenen Vorstellung davon, was zusammenpasst (z. B. „transformationale Führung“ und „zufriedene Mitarbeitende“), und nicht danach, was „objektiv“ zusammengehört.Im sozialen Kontext entscheidet oft die Assoziation zwischen Themen über den Effekt. Daher ist die Assoziation selbst der Effekt. Auf das Beispiel angewandt: Transformationale Führung führt zu zufriedenen Mitarbeitenden, weil die Befragten beides miteinander assoziieren.Vorteil der Methode,
kein Fehler
Im Format der Fragen
QuelleKurz erklärtIm nextexpertizerEinschätzung
Vorformulierte Fragen: Erwünschtheit, Aufforderungscharakter, MehrdeutigkeitDer Wortlaut einer Frage kann eine Antwort nahelegen, verraten, worauf die Studie hinauswill, oder unterschiedlich verstanden werden.Es gibt keine vorformulierten Fragen. Die Dimensionen formulieren die Befragten selbst. Unklarheiten klären die Interviewer*innen. Vorgegeben sind nur die Elemente, die wir gemeinsam mit unseren Kund*innen festlegen.verringert
Einheitliche AntwortvorgabenTragen alle Antwortkategorien dieselbe Beschriftung, etwa „stimme zu“ bis „stimme nicht zu“, hängen die Antworten schon deshalb zusammen.Die Antwortmöglichkeiten sind bei jeder Dimension die Pole, die die Person selbst gebildet hat. Dadurch sind die Antwortmöglichkeiten in jedem Bewertungsdurchlauf verschieden.verringert
AusweichantwortenBefragte weichen einer Entscheidung aus und wählen die Mitte oder „weiß nicht“.Neben den beiden Polen gibt es „beides“, „dazwischen“, „weder noch“ und „weiß nicht“. Häufen sich solche Antworten, ermuntern die Interviewer*innen zur Entscheidung für einen Pol.verringert
Einheitliches AntwortformatGleiches Format über alle Fragen verstärkt persönliche Antwortgewohnheiten, etwa Extreme zu meiden oder zu bevorzugen.15Alle Antworten folgen derselben Entscheidung zwischen zwei Polen. Die Entscheidung ist gleich, die Antwortmöglichkeiten variieren in jedem Bewertungsdurchlauf.teilweise
Im Ablauf
QuelleKurz erklärtIm nextexpertizerEinschätzung
Reihenfolge (Priming)Frühere Fragen lenken, worauf Befragte bei späteren achten.Nach einem festen Einstiegsvergleich werden die weiteren Paarvergleiche zufällig gezogen. Potenzielle Reihenfolgeeffekte werden somit über das gesamte Sample ausgeglichen.teilweise
LängeLange Befragungen ermüden; die Antworten werden dann nachlässiger.16Mehrere hundert Zuordnungen machen frühere Antworten weniger präsent, können aber auch ermüden. Die Interviewer*innen sorgen dafür, die Energie und Konzentration hochzuhalten.teilweise
Zusammensetzung der ElementeWonach gefragt wird, setzt den Rahmen für alle Antworten.Welche Elemente im Set stehen, prägt die Unterschiede, die die Befragten benennen. Deshalb wird das Set auf Basis der Zielsetzung der Analyse entwickelt und in Testinterviews validiert.bewusst gestaltet
In der Erhebungssituation
QuelleKurz erklärtIm nextexpertizerEinschätzung
GruppendruckIn Gruppen wird bevorzugt besprochen, was alle für „richtig“ halten.17 Dadurch entsteht Anpassungsdruck.18Wir führen Einzelinterviews statt Fokusgruppen. Niemand muss sich gegenüber anderen positionieren. Damit sprechen die Interviewten eher darüber, was sie tatsächlich bewegt.19verringert
InterviewereinflussWer das Interview führt, prägt die Antworten messbar mit, etwa durch Auftreten oder Nachfragen.20Unsere Interviewer*innen sind eingehend darauf geschult, Interviewereffekte zu minimieren. Zusätzlich werden die Interviews den Interviewer*innen zufällig zugeteilt. Des Weiteren führen wir schon während der Erhebungsphase fortlaufend statistische Tests zur Identifizierung von potenziellen Interviewereffekten durch.21teilweise

Keine Methode ist frei von Methodeneffekten. Wir sprechen die potenziellen Effekte proaktiv an, damit Sie die Ergebnisse besser einschätzen können. Die Einschätzungen zur Verringerung der Effekte folgen aus unserer Erfahrung, internen Metadatenanalysen und der zitierten Forschung.

Wofür wir den nextexpertizer einsetzen.

Der nextexpertizer ist unser zentrales Werkzeug in der Diagnostik. Er eignet sich für Fragestellungen in Organisationen, Märkten und Gesellschaft. Seine Ergebnisse sind oft die Grundlage für wirkungsvolle Strategieentwicklung und Change-Initiativen.

Diagnostik
Organisation9 Analysen
OrganisationsanalyseWir haben ein Umsetzungsproblem: Liegt es an der Strategie, der Führung, der Kultur oder etwas anderem?
Cultural Due DiligencePassen die Kulturen beider Unternehmen zusammen, was erwarten beide voneinander und wo liegen die Risiken?
KulturanalyseWelche kulturellen Muster prägen, wie bei uns gedacht, entschieden und zusammengearbeitet wird?
Change-Readiness-CheckWelche Veränderungen trägt unsere Organisation mit, und wo ist mit Widerstand zu rechnen? Wo liegen unsere Hebel, um Bewegung zu erzeugen?
WerteanalyseWelche Werte leben wir im Alltag? Wie werden unsere erklärten Werte verstanden, und wo gehen die Vorstellungen auseinander?
MitarbeiterbindungWarum verlieren wir Mitarbeitende, und welche Gruppen sind gefährdet?
ZukunftsfähigkeitWie schätzen wir die Herausforderungen der kommenden Jahre ein, und sind wir auf dem richtigen Weg? Wie weit trägt unser jetziges Geschäftsmodell?
KI-ReadinessSind unsere Menschen, unsere Kultur und unsere Arbeitsweisen bereit für den Einsatz von KI?
Bereichsübergreifende ZusammenarbeitWarum arbeiten unsere Bereiche nicht gut zusammen? Wie sehen sich die Bereiche selbst, und wie sehen sie einander?

Leistungen entdecken

Markt9 Analysen
MarkenimageWie wird unsere Marke wahrgenommen, und wofür steht sie in den Köpfen?
ZielgruppenanalyseWer sind unsere Kund*innen, welche Gruppen gibt es, und was treibt sie an? Was erwarten sie von unserem Angebot, und wie können wir es für sie verbessern?
Channel-CheckÜber welche Kanäle erreichen wir unsere Zielgruppen am besten?
WettbewerbsvergleichWie werden wir im Vergleich zu unseren Wettbewerbern wahrgenommen?
PräferenzanalyseWelche rationalen und emotionalen Präferenzen leiten die Entscheidungen unserer Kund*innen?
MarktpotenzialfinderWelche Bedürfnisse in unserem Markt bedient bisher niemand?
MarktanalyseWoher wissen wir, wie sich unser Markt entwickelt, noch bevor es klassische Marktdaten zeigen? Wie können wir Trends einen Schritt voraus sein?
nextcustomerWer sind unsere Kund*innen von morgen? Was wollen sie, und wie können wir sie erreichen?
Marketing-WirkungsanalyseVerändern unsere Marketingmaßnahmen messbar, wie unsere Marke wahrgenommen wird?

Leistungen entdecken

Gesellschaft7 Analysen
WertestudieWie verändern sich Werthaltungen in der Bevölkerung oder in einer bestimmten Gruppe zu einem Thema?
Employer BrandingWie attraktiv sind wir als Arbeitgeber, für wen, und warum?
ReputationsanalyseWie werden wir oder unsere Branche in der Öffentlichkeit gesehen?
StakeholderanalyseWas erwarten unsere Anspruchsgruppen von uns, und was ist ihnen wichtig?
NarrativanalyseWelche Geschichten und Begriffe prägen, wie öffentlich über unser Thema gesprochen wird?
ResonanzbarometerWie wird die Öffentlichkeit auf unsere geplante Maßnahme oder Botschaft reagieren?
ZeitgeistbarometerWelche Themen und Werthaltungen gewinnen in der Gesellschaft gerade an Gewicht, und was bedeutet das für uns?

Leistungen entdecken

Strategie
ZielbildDie Analyse zeigt, welches Idealbild die Befragten haben und wie weit die Organisation heute davon entfernt ist.
PositionierungDie Analyse liefert die Sicht von Kund*innen und Öffentlichkeit auf das Unternehmen.
Strategie-ReviewEine Wiederholungsmessung zeigt, ob die Strategie in der Organisation trägt.
Change
KulturentwicklungDie Kulturanalyse zeigt, wo die Kultur heute steht und wo eine Veränderung ansetzen kann.
KulturintegrationDie Cultural Due Diligence zeigt, worin sich zwei Kulturen unterscheiden und wo sie zusammenpassen.
Change-StoryDie Gruppenbildung zeigt, mit welchen Themen sich die einzelnen Gruppen in der Organisation erreichen lassen.
Change-MonitoringEine Wiederholungsmessung zeigt, ob die Veränderung ankommt und wo sie hakt.

Lernen Sie den nextexpertizer in unseren Studien kennen.

Alle unsere Studien beruhen auf dem nextexpertizer. Sie zeigen, welche Erkenntnisse die Forschungsmethode in Organisationen, Märkten und Gesellschaft liefern kann.

Studie · Gesellschaft · 2026

Krankenhausreform 2025. Drei Zielbilder, eine Reformlücke.

Klinikleitungen, Kostenträger, Verbände und Politik bewerten das KHVVG mit unterschiedlichen Maßstäben. Die Studie benennt sieben Kernergebnisse und den größten Hebel für eine wirkungsvolle Reform: eine sektorenübergreifende Patientensteuerung.

Zur Studie

Studie · Organisation · 2025

Unternehmensführung und Wandel.

Führung wird heute als offener, empathischer und transparenter erlebt. Dennoch scheitern viele Transformationen an alten Strukturen. Die Studie beschreibt dieses Dilemma und drei Wege, wie nachhaltiger Wandel gelingen kann.

Zur Studie

Meta-Analyse · Gesellschaft · 2017

Next Germany.

Eine Meta-Analyse von elf Gesellschaftsstudien seit 2006. Sie zeigt, wie sich die gesellschaftliche Mitte in eigenständige Wertegruppen aufspaltet, und fragt: In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Zur Studie

Alle Studien ansehen

Häufige Fragen.

Wie läuft ein Interview ab, und wie viel Zeit kostet es?
Jedes Interview ist ein Einzelgespräch von etwa 60 bis 90 Minuten. Es kann vor Ort oder virtuell durchgeführt werden. Eine Vorbereitung seitens der Befragten ist nicht notwendig. Die befragte Person vergleicht jeweils zwei vorher definierte Elemente, beschreibt den Unterschied oder die Ähnlichkeit in eigenen Worten und ordnet dann jedes weitere Element einem der beiden Pole zu. Geschulte Interviewer*innen begleiten das Gespräch und achten auf aussagekräftige Dimensionen.
Wie werden personenbezogene Daten geschützt?
Die Daten werden bei der Erhebung pseudonymisiert. Jedes Interview wird während der Auswertung nur unter einer ID geführt. Klarnamen werden nicht gesammelt. Die Daten liegen auf unseren eigenen Servern in Deutschland.
Wie viele Personen sollten befragt werden?

Zumeist liegt die Stichprobengröße zwischen 50 und 400. Die ideale Stichprobengröße hängt von folgenden Faktoren ab:

  1. Fragestellung
  2. Größe der Grundgesamtheit
  3. Erwartete Heterogenität der Grundgesamtheit
  4. Erforderlicher Detailgrad der Ergebnisse

Eine Mindeststichprobengröße von 50 ist erforderlich, um die Themenlandkarte vollständig zu erfassen. Eine Ausnahme besteht, wenn die gesamte Grundgesamtheit interviewt werden soll (z. B. das C-Level).

Bei größeren Organisationen, umfangreichen Marktforschungsstudien über mehrere Länder hinweg oder tiefgreifenden gesellschaftlichen Fragestellungen kann die erforderliche Stichprobe deutlich größer sein.

Grundsätzlich werden Teilgruppen mit weniger als fünf Personen nicht ausgewertet, um die Anonymität zu gewährleisten. Für die Darstellung von Bewertungsunterschieden empfehlen sich Teilgruppen mit mindestens zehn Personen. Detailliertere inhaltliche Auswertungen erfordern mindestens zwanzig Personen pro Teilgruppe.

Die Stichprobe legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.

Wie lange dauert ein Projekt?
Das hängt stark vom Projektumfang ab. Im Durchschnitt dauert ein Projekt zwei bis sechs Monate. Umfangreichere Studien können länger dauern.
Was erhalten wir am Ende, und wie geht es weiter?

Das richtet sich nach Ihren Anforderungen: Bericht, Präsentation, Workshops oder ein individuelles Format sind möglich. Auf Wunsch erhalten Sie Zugang zum interaktiven Ergebnismodell. Darin können Sie die Landkarte selbst erkunden und Veränderungen durchspielen.

Wie es danach weitergeht, entscheiden Sie: Wir können die Ergebnisse gemeinsam mit Ihnen in Strategie und Change übersetzen, Sie als externer Sparringspartner begleiten oder nur die Analyse liefern. Diese Entscheidung müssen Sie nicht zu Projektbeginn treffen.

Lassen sich Ergebnisse über die Zeit vergleichen?

Ja. Wiederholte Studien sind möglich. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

A: Wenn die Bewertungsdimensionen noch stabil sind, dann können wir mit dem organisationsspezifischen Fragebogen nextquantifier Veränderungen auf diesen Dimensionen messen. Der nextquantifier wird speziell für Ihre Organisation auf Basis der nextexpertizer-Analyse entwickelt.

B: Sollten sich die Bewertungsdimensionen verändert haben, dann kann eine wiederholte nextexpertizer-Analyse mit gleichen oder ähnlichen Elementen durchgeführt werden. Dadurch können neue oder veränderte Bewertungsdimensionen identifiziert werden, während die Einschätzung der Elemente (z. B. Führungskultur, Marke etc.) vergleichbar bleibt.

Variante A ist kostengünstiger. Variante B ist präziser. Zumeist sind die Bewertungsdimensionen über ca. vier Jahre hinreichend stabil. Bei tiefgreifenden Transformationen kann die Halbwertszeit kürzer sein. Wir beraten Sie gerne.

Quellen
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  2. Sonenshein, S. (2010). We're changing – or are we? Untangling the role of progressive, regressive, and stability narratives during strategic change implementation. Academy of Management Journal, 53(3), 477–512. doi.org/10.5465/amj.2010.51467638
  3. Schuman, H., & Presser, S. (1979). The open and closed question. American Sociological Review, 44(5), 692–712. doi.org/10.2307/2094521
  4. Geer, J. G. (1991). Do open-ended questions measure „salient“ issues? Public Opinion Quarterly, 55(3), 360–370.
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  6. King, G., Murray, C. J. L., Salomon, J. A., & Tandon, A. (2004). Enhancing the validity and cross-cultural comparability of measurement in survey research. American Political Science Review, 98(1), 191–207. doi.org/10.1017/S000305540400108X
  7. Corritore, M., Goldberg, A., & Srivastava, S. B. (2020). Duality in diversity: How intrapersonal and interpersonal cultural heterogeneity relate to firm performance. Administrative Science Quarterly, 65(2), 359–394. doi.org/10.1177/0001839219844175
  8. Kelly, G. A. (1991). The psychology of personal constructs. Volume one: Theory and personality. London, New York: Routledge.
  9. Podsakoff, P. M., Podsakoff, N. P., Williams, L. J., Huang, C., & Yang, J. (2024). Common method bias: It's bad, it's complex, it's widespread, and it's not easy to fix. Annual Review of Organizational Psychology and Organizational Behavior, 11, 17–61. doi.org/10.1146/annurev-orgpsych-110721-040030
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  20. Beullens, K., & Loosveldt, G. (2016). Interviewer effects in the European Social Survey. Survey Research Methods, 10(2), 103–118. doi.org/10.18148/srm/2016.v10i2.6261
  21. West, B. T., & Olson, K. (2010). How much of interviewer variance is really nonresponse error variance? Public Opinion Quarterly, 74(5), 1004–1026. doi.org/10.1093/poq/nfq061

Passt der nextexpertizer zu Ihrer Frage?

In einem ersten Gespräch klären wir mit Ihnen, ob der nextexpertizer zu Ihrer Fragestellung passt und wie eine Analyse aussehen kann.