Prof. Dr. Peter Kruse †

30. Januar 1955 - 01. Juni 2015

Prof. Dr. Peter Kruse war Gründer und Ideengeber von nextpractice. Er beschäftigte sich über 15 Jahre als Wissenschaftler auf der Schnittfläche von Neurophysiologie und Experimentalpsychologie mit der Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken. Anfang der 90er Jahre reorganisierte er das Management einer familieneigenen Produktionsfirma und gründete eine Unternehmensberatung mit Schwerpunkt auf Anwendung und praxisnaher Übertragung von Selbstorganisationskonzepten auf unternehmerische Fragestellungen. Mit einem eigenständigen Change-Management-Ansatz und mitreißenden Impulsvorträgen sorgte er als Berater im In- und Ausland für Aufsehen. 2005 bezeichnete die „Computerwoche“ den zahlreich ausgezeichneten Vordenker als „Deutschlands Change-Management-Papst“.

2009 wählte ihn das „Personalmagazin“ zum wiederholten Male in die Liste der „40 führenden Köpfe im Personalwesen“. 2010 sprach „Netzwerkexperte“ Peter Kruse unter anderen in der Enquete Kommission für „Internet und digitale Gesellschaft“ im Deutschen Bundestag. In der kürzeren Vergangenheit lag sein Fokus in erster Linie auf der Analyse von Veränderungen in Markt und Gesellschaft sowie deren Umsetzung in nachhaltig erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Netzkultur-Guru betitelten ihn die Medien 2013 und verbreiten seitdem die Erkenntnisse des Netzwerkforschers und Internetexperten. Mitte 2014 wurde er vom HRM Research Institut auf der Suche nach den 500 Wegbereitern des Human Ressource Managements in Europa unter die ersten 10 gewählt.

Prof Dr. Peter Kruse starb am 01.06. im Alter von 60 Jahren plötzlich und unerwartet an einem Herzversagen.

Für die nächsten Jahre hatte er sich Großes vorgenommen. Denn die zunehmenden gesellschaftlichen Spaltungen besorgten ihn sehr. Er wollte einen Lebenstraum verwirklichen und in Ergänzung zu nextpractice ein Institut aufbauen, das ein besseres Verständnis für das komplexe Miteinander in unserer Gesellschaft schafft und Diskursprozesse für eine lebenswertere Welt initiiert. Wir hätten es uns allen von Herzen gewünscht.

Sein Geist wird auch in Zukunft unser Unternehmen und unsere Arbeit durchdringen und uns weiterhin prägen. Mit großem Respekt vor seinem Lebenswerk und in starker Verbundenheit mit seiner Person wird er in unseren Gedanken bleiben.