nextexpertizer®

Mit dem von nextpractice entwickelten Tool nextexpertizer® gehört der lange Zeit unüberbrückbar erscheinende Gegensatz zwischen quantitativen und qualitativen Methoden endgültig der Vergangenheit an. Standardisierte Fragebögen erlauben zwar eine hohe Vergleichbarkeit der Ergebnisse, erreichen aber oft nicht die wünschenswerte inhaltliche Aussagekraft. Qualitative Interviews erlauben zwar eine differenzierte Erhebung komplexer Zusammenhänge, aber die Einzelaussagen lassen sich nur sehr bedingt miteinander vergleichen. Mit dem nextexpertizer® werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich und selbst unbewusste Tiefenstrukturen transparent.

Wenn Menschen bei einer Befragung ihre eigene Sprache verwenden können, dann ist die Wahrscheinlichkeit des Bezugs zu ihrer jeweiligen unbewussten Gefühlslage deutlich höher als bei vorgegebenen Antwortkategorien. Hierauf beruht letztlich die inhaltliche Aussagekraft frei geführter Interviews.

Aus der Summe der Einzelentscheidungen ergibt sich ein mathematisch verarbeitbares Profil der jeweiligen persönlichen Wortverwendung der Auskunftspersonen. Auf diesem Wege ist es möglich, die Ähnlichkeit der Verwendungsprofile verschiedener Menschen zu berechnen und unterschiedliche Worte einem Bedeutungskonzept oder ein gleiches Wort unterschiedlichen Konzepten zuzuordnen (z.B. clever = hinterlistig oder intelligent). Mit dem an Wittgensteins Sprachtheorie (Philosophische Untersuchungen) orientierten Prinzip der Wortverwendungsähnlichkeit lässt sich das Problem der Mehrdeutigkeit von Sprache lösen (Semantik-Problem).

Das Interview- und Analysewerkzeug nextexpertizer® wurde in den letzten 25 Jahren von Prof. Peter Kruse und seinem Team schrittweise weiterentwickelt und basiert auf der Befragungsidee des bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von G.A. Kelly entwickelten Repertory (REP)-Grid Verfahrens. Im REP-Grid ordnen Auskunftspersonen eine größere Zahl vorgegebener Vergleichselemente auf der Basis selbst erzeugter Begriffsdimensionen (Konstrukte) in Form einer Matrix.

nextexpertizer® hat sich bereits in den unterschiedlichsten Aufgabenfeldern als praxisnahe und aussagefähige Methode erwiesen und wurde bereits in über 70.000 Interviews angewendet:

  • Unternehmens- und Führungskulturanalysen (u.a. Unterstützung Strategieentwicklung, Bewertung von Veränderungsprozessen, Messung Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Vision- und Leitbildentwicklung)
  • Markt - und Markenanalysen (u.a. Markenführung, Markenpositionierung, Markenmonitoring, Maßnahmenevaluation und –bewertung, Qualitäts-Benchmarking)
  • Projektmanagement (u.a. kontinuierliche Projektbewertung, Sichtbarmachen des Zielverständnisses)


Eine nextexpertizer®-Befragung ist so individuell und nah wie ein qualitatives Interview und dennoch genauso mathematisch auswertbar wie ein standardisierter Fragebogen. Das dahinter stehende Prinzip ist genial: In der Gruppenauswertung wird über speziell entwickelte Algorithmen ein Gesamtbedeutungsraum (Multi-ESA) berechnet, der einen Zugang zu dem intuitiven Bewertungsmuster der befragten Gruppe ermöglicht und vielfältige Detailanalysen zulässt.