Marktforschung


„Nicht die Sendeenergie des Anbieters entscheidet, sondern die Neugierde des Nachfragers.“ (Prof. Dr. Peter Kruse)

Der „hybride Konsument“ macht allen, die sich professionell mit Menschen, Marken und Kommunikation beschäftigen, in einer hoch vernetzten Welt sehr zu schaffen. Man kann sich anscheinend auf nichts und niemanden mehr verlassen. Die Komplexität der alltäglichen Lebenswirklichkeit in der modernen Gesellschaft übersteigt die Aussagekraft von Zielgruppen und Milieus. Mit Internet, sozialen Medien und mobilen Endgeräten ist es den Menschen möglich, schneller zu entscheiden und spontaner zu handeln, als jemals zuvor. Orientierung im Unbekannten und Synchronisierung mit anderen braucht keinen Vorlauf mehr, man ist ständig im Netz, in der Cloud: „always on“. Google Glass und Augmented Reality sind Metaphern einer grenzenlosen Gegenwärtigkeit. Die stabilisierende Funktion individueller Einstellungen und Werthaltungen verliert dadurch immer mehr an Bedeutung. Die Invarianz verlagert sich von der Person in die Situation. Die Erfassung der Dynamik kultureller Kraftfelder eröffnet völlig neue Möglichkeiten, Zusammenhänge zu verstehen und emotionale Resonanzen vorherzusagen.

Mit dem von nextpractice entwickelten Interview- und Analyseverfahren nextexpertizer® ist es möglich, auf der Basis von wenigen hundert Auskunftspersonen Anziehung (Attraktoren) und Ablehnung (Repeller) in einem Markt sehr differenziert und mit großer Genauigkeit abzubilden. Vergleichbar mit der Erfassung der Großwetterlage über 200 Wetterstationen entsteht das Bild des kulturellen Kraftfeldes erst in der Zusammenschau der Teilmessungen. Es geht nicht um die Schätzung individueller Merkmalsverteilungen in einer Grundgesamtheit, sondern um die Visualisierung kultureller Ordnungsbildungsprozesse. Ziel sind qualitative Einsichten, nicht statistische Repräsentativität. Ein zentraler Unterschied zu anderen Verfahren liegt darin, dass alle Kriterien ungestützt erhoben werden und die Themencluster ausschließlich aus den verdichteten Antworten der Befragten gebildet werden. Weder Kriterien noch Themencluster werden durch Theorien oder Kategorisierungen vorgegeben. Durch die Entwicklung innovativer Algorithmen ist es mit nextexpertizer® möglich, die Bewertungen und Präferenzmuster mehrerer hundert Einzelpersonen zu intuitiven Wertewelten zu verrechnen. Gegenstand der Messung ist nicht mehr wie beim Neuromarketing die emotionale Bewertung im einzelnen Gehirn, sondern die „kollektive Intuition“ der Menschen eines Kulturraumes.