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Politiker sind Marken
TV-Duelle der Kanzlerkandidaten analysiert
Emotionen spielen auch in der Politik eine immer größere Rolle. Die Tendenz zur Personalisierung der Wahlkämpfe belegt diese Entwicklung. Im Vorfeld der Bundestagswahl wurde dem auch formal Rechnung getragen. Erstmalig fanden im deutschen Fernsehen zwei TV-Duelle der Kanzlerkandidaten statt. Nicht nur Demoskopen und Wahlkampfberater fragten sich: Welchen Einfluss würden die Fernsehduelle auf die Wahlentscheidung haben? Die TV-Duelle der Kanzlerkandidaten waren Anlass, die Wirkung der Medienereignisse auf das Image der Kontrahenten Gerhard Schröder und Edmund Stoiber zu untersuchen. nextpractice entschied sich für eine dreistufige Längsschnittuntersuchung unmittelbar während der heißen Wahlkampfphase mit einer über die Messzeitpunkte nicht wechselnden, sensiblen Probandengruppe. 220 Schüler aus Politikkursen wurden als Erstwähler zu drei Zeitpunkten mit nextexpertizer interviewt: vor dem ersten Duell, nach dem ersten Duell und nach dem zweiten Duell. Die Gymnasiasten aus Politikkursen waren Erstwähler aus Sachsen, Niedersachsen und Bremen. Untersucht wurde der Einfluss der TV-Duelle auf die Imageveränderungen der beiden Spitzenkandidaten, weiterer vier Politiker und der fünf Bundestags-Parteien. Neun Prominente wurden ebenfalls zum Vergleich der Imageentwicklungen herangezogen. Es zeigte sich, dass Schröder trotz eines zurückhaltenden Auftritts in den Duellen kontinuierlich an Image gewann. Vor allem aber wurde deutlich: Politiker sind Marken.
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Nachricht in der Frankfurter Rundschau
Beitrag auf spiegel.de